Deutsche Gesellschaft für Volkstanz e.V.

41. Internationale Treffen der Volkstanzgruppen

Vom 14. bis 16. September 2018 war es wieder soweit. Das 41. Internationale Treffen der Volkstanzgruppen hielt wieder viel Spaß, Freude und gemeinsames Tanzen für die Teilnehmer in Berlin bereit. Damit setzt sich die Tradition, die einst von Volkhard Jähnert begründet wurde, nun zum 41. Mal fort.

Seit sechs Jahrzehnten wird zum internationalen Treffen der Volkstanzgruppen nach Berlin eingeladen. In den neunziger Jahren folgten über 1.200 Teilnehmer dieser Einladung des Volkstanzkreises Berlin-Reinickendorf. Anni Herrmann übernahm später die Organisation aus den Händen von Volkhard Jähnert und in den letzten Jahren setzte die Folkloretanzgruppe Berlin Köpenick e.V. das Engagement für das herbstliche Tanzvergnügen fort. Ein herzlicher Dank dafür allen Beteiligten für die enormen Anstrengungen, die all die Jahre mit der Organisation verbunden war.

2016 feierten wir die Eintragung der Volkstanzbewegung in die nationale Liste des immateriellen Kulturerbes, so dass die Veranstaltung vor zwei ihr 40. Jubiläum in einem besonderen Rahmen feiern konnte und als 17. Bundesvolkstanztreffen zu einer bunten Veranstaltung mit immerhin rund 600 Tänzerinnen und Tänzern aus dem In- und Ausland wurde.

Diese lange Tradition der Veranstaltung wurde nun von der DGV in Gemeinschaftsarbeit mit den Berliner Volkstanzgruppen erfolgreich fortgeführt.

Immerhin etwa 200 Tänzerinnen und Tänzer waren der Einladung der DGV zum Tanzfest nach Berlin gefolgt und bereicherten dieses Fest mit ihrer bunten Vielfalt. Ein Problem bereitete den Veranstaltern leider einige Sorgen und durchkreuzte manch einen Übernachtungswunsch. Am gleichen Wochenende fand der Berlin Marathon statt.

Letztlich ließen sich die Volkstanzbegeisterten aber davon nicht beeindrucken und frönten gemeinsam ihrem bewegten und bewegenden Hobby.

Die Veranstaltung begann am Freitag mit einem fröhlichen Eröffnungsabend im Fontanehaus in Berlin-Reinickendorf. Mehrere Gruppen zeigten hier einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Programm, von Balkantänzen über typische deutsche und Berliner Volkstänze bis hin zu österreichischen, finnischen und englischen Tänzen. Anschließend war sogar noch etwas Zeit zum gemeinsamen Tanzen auf der Tanzfläche vor der Bühne und der Abend endete mit vielen Gesprächen und gemeinsamem Austausch.

Ein buntes Tanzprogramm

Der Höhepunkt des Samstags war dann das Große Tanzfest, das diesmal in der Schöneberger Sporthalle stattfand. Bei den vorigen Veranstaltungen war das Tanzfest noch in der Mehrzweckhalle in Großbeeren beheimatet. Für die Brandenburger Teilnehmer ein kurzer, für die Berliner ein weiter Weg. In diesem Jahr konnte die DGV wieder wie früher üblich die Schönberger Sporthalle für die Veranstaltung buchen. Das war in den letzten Jahren am Preis und an der Verfügbarkeit gescheitert.

Auf dem Programm standen wieder zahlreiche vertraute Tänze aus verschiedenen Regionen unseres Landes sowie ein bunter Mix an Tänzen, die auch ohne Vorkenntnisse zum Vergnügen aller aufgespielt wurden.

Folgende Tänze wurden unter anderem beim Großen Tanzfest getanzt. Polonaise, Tampet, Föhrer Kreuzpolka, Geestländer Quadrille, Großes Triolett, Hambo, Walzer, Schottis i turer, Hamburger Bunter, Holsteiner Dreitour, Kleiner Figaro, Krebspolka, Lüneburger Windmüller, Maike, Münchener Polka, Schaumburger, Schwedenpolka, Seyras, Sonderburger Doppelquadrille, Sprötzer Achterrüm, Walzerkanon.

Die einzelnen Tanzblöcke wurden von verschiedenen Moderatoren angesagt und so gab es auch hier einen bunten Mix.

Viel Spaß vermittelten auch die Musiker. Sie spielten diesmal in vollkommen neuer Besetzung mit neun Musikern. Unter Führung von Martin Ströfer und Martin Aruta war es eine sehr gelungene Premiere des großen Ensembles – es wurde ja auch vorher sehr viel geprobt.

Auch zwei Auszeichnungen für verdiente Volkstanzpersönlichkeiten standen auf dem Programm. Der DGV-Vorsitzende Reinhold Frank hatte das große Vergnügen Helga Krause und Horst Feurich aus Berlin für ihre jahrzehntelangen Bemühungen für den Erhalt und die Weitegabe des deutschen Volkstanzes unter anderem im Berliner Tanzkreis mit der Goldenen Ehrennadel der DGV ausgezeichnet. Viel Beifall begleitete die Auszeichnungen. Neben den Ehrungen gab es in der Pause noch einen Höhepunkt. Es wurde gesungen. Volkslied und Volkstanz gehören eben zusammen.

Den Abschluss fand das 41. Internationale Treffen der Volkstanzgruppen dann am Sonntagvormittag mit einer kleinen Morgenandacht in der Emmaus-Kirche Berlin-Kreuzberg. Anschließend gab es ein offenes Tanzen. Einige der die Gruppen begleitenden Tanzleiter (zum Beispiel aus Finnland und aus Österreich) hatten einfache Tänze mitgebracht und übten und tanzten sie mit den Teilnehmern.

Nach dem Mittag endete dann das Volkstanztreffen mit bester Laune und dem Versprechen sich in zwei Jahren wiederzusehen.

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