Deutsche Gesellschaft für Volkstanz e.V.

Julia Hoffmann

Die Deutsche Gesellschaft hat drei Auslandsbeauftrage, die sich um die Kontakte zur Volkstanzszene in verschiedenen Ländern kümmern. Für die USA und Sibirien ist Helga Preuß zuständig, nach Brasilien knüpft Ursula Müller die Verbindungen. Hier stellt sich Julia Hoffmann vor, die für Kasachstan zuständig ist.

Musik und Tanz ist die Sprache, die jeder versteht. Sie gehören zum Leben und haben schon viele glücklich gemacht. Gemeinsame Treffen beim Tanzen bringen viel Freude. Das verbindet Menschen und Völker aus verschiedenen Kulturen. Dabei wird auch die Sprachbarriere leichter überwunden.

Die Beschäftigung mit der Geschichte der deutschen Volkstänze hat mich vor dreißig Jahren in die Deutsche Gesellschaft für Volkstanz e. V. gebracht. Die erste Begegnung hat während des Seminars der DGV in Kemerovo, in Russland 1991 stattgefunden, wo ich Helga und Wolfgang Preuß und den Musiker Martin Ströfer kennengelernt hatte. Da hatte ich zum ersten Mal den deutschen Volkstanz erlebt und war begeistert.

Ganz am Anfang möchte ich mich bei dem Vorstand der DGV für die Gelegenheit, mich kurz vorzustellen, bedanken und über meine Tätigkeit auf dem Gebiet der Kultur zu erzählen, insbesondere zum Thema „Volkstänze“.

Tanzen als Traumberuf

Ich heiße Julia Hoffmann und bin ausgebildete Diplom-Tanzlehrerin und Choreografin und laut Studium - Leiterin von Kultureinrichtungen und künstlerischen Organisationen von Beruf. Vor der Rente war ich mein Leben lang auf diesem Gebiet tätig. Zurzeit bin ich Rentnerin und mache ehrenamtlich weiter.
Ich bin in Karaganda, in Kasachstan geboren. Meine Eltern waren als Wolgadeutsche dorthin vertrieben worden.

Schon als Kind war ich vom Tanzen begeistert, das ist zu meinem Traumberuf geworden. Nach der Schule und dem speziellen Lehrgang und Studium verwirklichte ich meinen Traum, war in verschiedenen kulturellen Einrichtungen tätig und beschäftigte mich immer mit dem Tanzen. Das waren Tänze in verschiedenen Stilen und Richtungen.

In den 80er und 90er Jahren hatte ich parallel zu meinem Beruf ein Kulturzentrum für Russlanddeutsche eröffnet und zwei Gesangs- und Tanzensembles für Kinder („Blumengruß“) und für Jugendliche („Volksquelle“) gegründet. Dreimal wurden wir als erfolgreiche Kollektive zum Volkstanztreffen und anderen Veranstaltungen in Deutschland eingeladen. Dank der Kontakte mit der DGV hatte ich einige Seminare zum Thema „Der deutsche Volkstanz“ in der Republik Kasachstan durchgeführt. Als Ergebnis fand 1992 ein Festival der deutschen Volkstänze statt. Am Festival hatten über 200 Personen aus Kasachstan und Russland und zwanzig Gäste aus der DGV Deutschland teilgenommen. Das war ein besonderes und unvergessliches Ereignis.

Eine „Goldene Brücke“ für die Integration

1996 kam ich mit meiner Familie als Spätaussiedlerin nach Deutschland. Nach dem Sprachkurs habe ich mich entschieden, die neu nach Deutschland gekommenen Bürger für etwas zu begeistern, mit dem sie sich schneller in die Gemeinschaft integrieren können. So wurde der Verein „Goldene Brücke“ als Mitglied des Vereins „Deutsche und Internationale Kunst und Kultur e. V. Rotenburg-Wümme“ gegründet. Er existiert nun schon seit über zwanzig Jahren. Der Verein führt eine wichtige Kultur- und Integrationsarbeit durch. Wir legen viel Wert auf die Gründung von Gruppen für Jugendliche und Erwachsene und für deutsche Tänze. Die „Goldene Brücke“ hat an vielen Veranstaltungen der Stadt und der Bundesländer teilgenommen. Im Juli 2000 waren wir Teilnehmer am 15. Bundesvolkstanztreffen in Braunschweig und im September 2002 am internationalen Treffen der Volkstanzgruppen in Berlin usw.

Wir nahmen an den traditionellen Tanzveranstaltungen „Danz op de Deel“ in Kakensdorf teil, die Helga Preuß und ihr Team durchgeführt hatten.
An der Volkshochschule habe ich als Dozentin das Fach „Internationale Tänze“ unterrichtet und war auch selbständig tätig.
Mein Interesse zur Tanzkultur bleibt auch in meinem Rentenalter bestehen.

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