Deutsche Gesellschaft für Volkstanz e.V.

Erwin Eickhoff hatte ein buntes Tanzprogramm für das Jubiläumstreffen zusammengestellt

Der Folklore-Arbeitskreis Nordheide-Elbmarsch besteht in diesem Jahr seit 25 Jahren. Aus diesem Anlass wurde am 1. März im Hotel Meierhof in Tostedt ein zünftiges Volkstanzfest gefeiert.

Siebzehn Volkstanzgruppen aus dem Landkreis Harburg, aus Nordniedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein waren der Einladung gefolgt und kamen, um mit der Gruppe zu feiern. Mit rund hundert Tänzerinnen und Tänzern war der Saal gut gefüllt.

 

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Rita Eis wurde erst einmal getanzt. Die Musikgruppe „FolkWin“ unter Leitung von Ben Zimmermann und mit Teddy Lübbe als Tontechniker brachte die Tänzerinnen und Tänzer tüchtig in Schwung. Erwin Eickhoff hatte ein buntes Tanzprogramm zusammengestellt und moderierte den bunten Nachmittag in seiner bewährten Form. So verging der Nachmittag wie im Fluge.

Den Tatzelwurm gefunden

Grit Brauckmann und Günther Peters trugen in einer Tanzpause ein selbstverfasstes Gedicht vor (siehe Seite 18), in dem sie das Vereinsgeschehen der vergangenen Jahre humorvoll wiedergaben. Hierfür gab es viel Beifall.

Helga Preuß, die ehemalige, langjährige Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Volkstanz, überbrachte die Grüße der DGV mit den besten Wünschen für die Zukunft.
Ein besonderes Highlight wurde in einer Tanzpause von der Volkstanzgruppe Hollenstedt dargeboten. Von der Europeade in Martigny in der Schweiz hatte sie einen Tatzelwurm im Gepäck mitgebracht, der sich im Saale versteckt hatte. In einem Tanzspiel wurde er von Mitgliedern der Gruppe gesucht, letztlich auch gefunden und dann als Tanz dargestellt.
Hierzu hatte sich die Gruppe die Gesichter entsprechend bemalt und sich in wunderbare selbstgefertigte Kostüme gesteckt. Zum Schluss wurde der Tatzelwurm dann noch einmal gemeinsam von allen getanzt. (Der Tatzelwurm ist ein Fabeltier, das der Sage nach im Alpenraum vorkommt, ein Reptil mit zwei Tatzen).

Vergangenheit und Zukunft

Gut versorgt wurden die Tänzerinnen und Tänzer von Familie Behrens, den Gastgebern, die Kaffee und Kuchen sowie die üblichen Getränke bereithielten und alle gut bedienten.
Gleich neben dem Eingang gab es zwei Stellwände mit Fotos von den vielen Veranstaltungen, an denen der Folklore-Arbeitskreis Nordheide-Elbmarsch in den vergangenen 25 Jahren teilgenommen hat. Auf den Tischen lagen auch viele Bilder zum Anschauen aus. Jeder Tisch gab die Veranstaltungen eines Jahres wieder.
So erlebten alle einen wunderbaren Tanznachmittag, der den Teilnehmern bestimmt noch lange in netter Erinnerung bleiben wird.

Möge der Folklore-Arbeitskreis noch recht lange bestehen und den Jugendlichen sowie den Erwachsenen weiterhin die Möglichkeit geben an solchen nationalen und internationalen Folklorefeierlichkeiten teilzunehmen!

Ein Gedicht zum Jubiläum

Bei der Jubiläumsveranstaltung des Folklore-Arbeitskreises Nordheide-Elbmarsch (25 Jahre) am 1. März im Hotel Meierhof in Tostedt trugen Grit Brauckmann und Günther Peters ein selbstverfasstes Gedicht vor.

Warum sind wir heut alle hier –
es gibt zwar Cola und auch Bier,
doch das ist nicht der wahre Grund,
den tun wir euch nun jetzt mal kund.

Der Arbeitskreis von der Folklore
im Norden der Heide und der Elb-Moore
besteht zwanzigzwanzig ganze fünfundzwanzig Jahr –
und deshalb sind wir heute da.

Fünf Jahre vor der Jahrtausendwende
fragte Hannover, ob sich wer fände,
ihren Schützenumzug zu verzieren
und durch die Innenstadt zu flanieren.

Günther Bellmann nahm sich der Aufgabe an –
mehrere Gruppen waren gleich Feuer und Flamm‘.
Im November traf man sich in der Empore
und gründete den Arbeitskreis Folklore.

In Faschingsmanier waren präsent viele Narren,
zum einen die aus dem Orte der Quarren,
auch aus Kakens- und Garlstorf, aus Winsen und Wesel,
selbst vom Kiekeberg (das weiß nun echt jeder Esel).
Das Versmaß bricht leider jetzt langsam entzwei,
denn Holm, Buchholz, Moisburg waren auch mit dabei.

Die nächsten Jahre geht es so weiter.
Getanzt wurde viel und meistens auch heiter.
Geübt wurde in Kampens Schützenhalle.
am Maschsee zeigten wir das Können alle.

Mit dem Tanz Tampet ging es los,
es folgten regionale Tänze für klein und für groß.
Heidemixer und Drosselnest
versüßten den Hannoveranern ihr Fest.

Zwei Jahre nach Gründung steht ein Wechsel an:
Seinen Abschied feiert Günther Bellmann.
Den ersten Vorsitz übernimmt nun artig
unser beliebter Ernst August Hartig.

Die Leitung für Musik und Tanz
übernahm damals - wohl klar, denn er kann’s –
Erwin, der uns auch heute auf diesem Fest
animiert zu geben unser aller Best.

Um nicht nur sonntags die Röcke zu schwingen,
sondern die Tänze in Einklang zu bringen,
bietet Erwin unter FANE-Fahne den Sprötze-Lehrgang an,
auch Jahre später immer noch FUN!

2002 folgte ein großes Event:
Auf der Europeade zeigten wir unser Talent.
Mit 3.000 Teilnehmern aus aller Herren Länder
strapazieren wir in Antwerpen unsere Kreuzbänder.

Und so geht es weiter von Fest zu Fest.
Europeade, Tanztreffen, wir geben uns den Rest!
Dänemark, Schweiz, Deutschland und Schweden –
Volkstanz ist schön und was für jeden.

Nach 12 Jahren gab Ernie den Posten ab.
Seitdem hält Rita den Laden auf Trab.
Zehn Jahre ist es nun schon her
und wir hoffen, es werden noch viele mehr!

Eine weitere Person wollen wir nicht vergessen:
Birgit zeigt schon lange die tänzerischen Finessen.
Nun hat sie die sonntägliche Leitung inne
und handelt auch sonst ganz in unserem Sinne.

Auch für die Zukunft sind die Weichen gestellt.
Es haben sich Kindergruppen dazu gesellt.
Beim Trachtenfest und Tag der Niedersachsen
zeigen sie Routine, als wären sie erwachsen.

Was sind nun die Vorteile unseres FANE?
Wir behüten die Traditionen unserer Ahnen
und denken trotzdem zukunftsgewandt.
Altes und Neues gehen Hand in Hand.
Oft ist es auch praktisch, wenn ihr versteht, was ich meine,
(mal hat man genug Tänzer – mal hat man auch keine)
dass man sich gegenseitig unterstützt,
sodass es am Ende allen nützt.

Uns verbindet die Lust auf die Folklore.
Natürlich gab es auch manche Rumore,
doch fühlt es sich an, als ob es Familie wär‘.
Wir mögen uns alle wirklich sehr!

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