Deutsche Gesellschaft für Volkstanz e.V.

Rudolf von Laban (1879 bis 1958) der Erfinder der Tanzschrift Laban-Notation

Rudolf von Laban (1879 bis 1958) wurde in Preßburg, Bratislava geboren. Er starb in Addlestone in England vor nun 55 Jahren.

Er wuchs in einer österreichisch-ungarischen Familie auf. Der junge Laban gründete in Budapest eine Jugendgruppe von Mittelschülern, die später verboten wurde. Den Mittelschulabschluss machte er in Preßburg. Ursprünglich war für ihn eine militärische Karriere vorgesehen. Aber nur kurz war er auf dieser Schule. Daneben war Laban künstlerisch tätig, die Erweiterung der Theaterkenntnisse unternahm er laufend. Schon in den Jahren 1900 bis 1910 waren Kunststudien in München, Paris und Wien sein Hauptinteresse. Gleichfalls wurden die ersten Tanzschrift-Versuche unternommen.

Immer mit Bewegungschor

1910 gründete er eine „Dance-Farm“. Schon vor dem 1. Weltkrieg hielt er Sommer-Festivals in der Schweiz ab. Er lebte dann in Zürich. Hier gründete er ein Choreographie-Institut für Tanz. Alle seine Schulen hatten einen Bewegungschor.

Das Institut zog nach Berlin, wo er Direktor und choreographischer Leiter am Preußischen Staatstheater wurde. Dazu kam auch der Direktionsposten der „Deutschen Tanzbühne“.
Seine Laban-Notation/Kinetographie fand eine weite Verbreitung. Sie fungiert heute als die wichtigste Tanzschrift (erste Veröffentlichung 1926).

In Ungarn weiter verbreitet

In der Folklore-Szene konnte sich die Tanzschrift durchsetzen, der ATB (später DBT) hielt bereits 1959 dazu eine Tagung ab. In der Zeitschrift des Verbandes „Werkblatt“ wurde ein Kurs in den Jahren 1964 bis 1966 abgedruckt. Felix Hoerburger stellte die Materialien zusammen. In Ungarn ist die Schrift weiter verbreitet. Der berühmte Tanzforscher György Martin notierte mehrere Männertänze, die er nach der Schrift vortanzte, so dass Familienmitglieder annahmen, dass der inzwischen verstorbene Kamerad „auferstanden“ sei.

Lebensleistung bleibt unangefochten

Labans Lebensmittelpunkte waren Deutschland und England, hier wirkte er mit in der Joos Dance School in Dartington Hall in Devon. Mit Lisa Ullmann arbeitete er bei den Art and Movement Studies in Manchester zusammen.

Sie widmeten sich der bewegungspädagogischen und ergonomischen Forschung. Seine Arbeit wird im Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance weitergeführt.
Die Laban-Notation hat die Tanzschriften verändert. Die alten Aufzeichnungen zeigen aus vielen Jahrhunderten Versuche, die sich außer bei Feuillet nicht durchsetzen konnten. Labans Lebensleistung bleibt unangefochten.


Laban-Notation

Die Laban-Notation ist ein System zur Analyse und Aufzeichnung menschlicher Bewegung. Der Erfinder war Rudolf von Laban (1879 bis 1958), eine Zentralfigur des europäischen modernen Tanzes. Er publizierte diese Schrift zuerst 1926 als Kinetographie. Mit Laban-Notation kann jede Form menschlicher Bewegung aufgezeichnet werden: Basis ist die natürliche menschliche Bewegung, jede Veränderung muss notiert werden.


Quellen

Tanzarchiv Leipzig inklusive Teilnachlass bis 1936

  • diverse Lexika
  • diverse Internetseiten
  • Privat-Sammlung
  • Zeitschrift „Schrifttanz“, 1928 bis 1931, Reprint Olms 1991

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