Deutsche Gesellschaft für Volkstanz e.V.

Vom 16. bis 18. September 2016 fand in Berlin das 17. Bundesvolkstanztreffen und diesmal gleichzeitig das 40. Berliner Jubiläumstanzfest statt.

Auch am Potsdamer Platz hatten alle viel Spaß

Bei der Vorbereitung und Durchführung des Programms wurde die DGV von den Berliner Tanzgruppen und der LAG Tanz Berlin unterstützt. Insgesamt waren über 600 Teilnehmer aus etwa zwanzig verschiedenen Volkstanzgruppen dabei, die nicht nur aus den verschiedensten Teilen Deutschlands, sondern auch aus dem Ausland angereist waren. So kamen beispielweise eine Tanzgruppe aus Finnland, die Morris-Tänzer aus England und eine Gruppe aus Japan.
Die feierliche Eröffnung des Tanzfestes fand dieses Jahr im Fontane-Haus in Berlin-Reinickendorf statt, moderiert von Helga Preuß und Jörg Dombrowski.
Zusammengestellt nach Bundesländern wurden die jeweiligen Tanzgruppen gemeinsam auf die Bühne gerufen, sodass ein bunt gemischtes Bild entstand. Jede Gruppe bot ein etwa zehnminütiges Programm dar.
Alles in allem war es ein vielseitiger und abwechslungsreicher Abend, der einen gelungenen Auftakt in das Tanzwochenende darstellte.

Begeisternde Mitmachtänze

Am Samstagmittag fanden diverse Auftritte in Berlin statt. Leider spielte das Wetter nicht überall mit. Besonders gelungen war das spontane Tanzen in der Stadt zum Beispiel vor dem Reichstag und am Potsdamer Platz von vielen Volkstänzerinnen und Volkstänzern in bunten Trachten. So kann Volkstanz aus der Versenkung auftauchen und viel für ein positives Image tun. Leider machte der Regen dann den Tänzern und Trachtenträgern nach einem tollen Auftakt einen Strich durch die Rechnung.
Die Gruppen in der Köpenicker Altstadt (und am Antonplatz in Berlin-Weißensee) hatten mit dem Wetter etwas mehr Glück. Pünktlich zum Programmbeginn um 11:30 Uhr hörte es in Köpenick auf zu regnen und fünf Tanzgruppen konnten die Zuschauer begeistern.
Das Publikum konnte wie jedes Jahr nicht nur zuschauen, sondern auch aktiv mitmachen. So hatten die einzelnen Gruppen einfache Tänze mitgebracht, bei denen jeder leicht mitmachen konnte.

Einmal quer durch

Den Höhepunkt des Bundesvolkstanztreffens bildete auch diesmal wieder das Große Tanzfest in der Sporthalle in Großbeeren, das 18:00 Uhr traditionell mit der Polonaise eröffnet wurde. Neben den Klassikern wie dem Tampet und dem Großen Triolett wurden unter anderem der Hambo, Wohlder Markttanz und die Holsteiner Dreitour getanzt. Das Gros der Tänze stammte von der neu herausgegebenen CD „Einmal quer durch“, die beliebte Volkstänze aus den verschiedensten Regionen Deutschlands enthält.
Die Stimmung war ausgelassen und neben dem gemeinsamen Tanzen war wie immer Zeit für gemütliches Beisammensein und Gespräche. Diese trugen dazu bei, Freundschaften mit anderen Gruppen zu vertiefen sowie neue Bekanntschaften zu knüpfen.
Da wo Spaß und Freude herrschen, vergeht die Zeit leider immer viel zu schnell und so war es bereits 21:30 Uhr als alle Teilnehmenden gemeinsam das Schluss-lied „Ein schöner Tag zu Ende geht“, sangen.
Dabei war der Tag noch gar nicht ganz vorbei, denn die Tanzgruppen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist waren, tanzten noch an der Bushaltestelle des eigens eingerichteten Pendelverkehrs, auf dem Bahnhof und sogar im Zug weiter.

Andacht und offenes Tanzen

Für alle, die dann Sonntag früh wieder stehen konnten und rechtzeitig und fit aus dem Bett kamen, fand das traditionelle offene Tanzen in der Emmaus-Gemeinde in Berlin-Kreuzberg statt. Bei einer kleinen Andacht wurde vorher unter anderem der vielen von uns gegangenen Volkstänzerinnen und Volkstänzer erinnert.
Beim anschließenden Tanzen gab es für alle Teilnehmenden die Möglichkeit neue Tänze zu erlernen und sich erneut mit anderen Volkstänzern auszutauschen.
Am Nachmittag wurde das Tanzfest dann durch erneute Auftritte in der Köpenicker Altstadt abgeschlossen und abgerundet. Auch hier konnte sich das Publikum wieder aktiv mit einbringen und unsere Freude am Tanzen teilen.
Insbesondere bei den jüngsten Zuschauern kam dies sehr gut an.

Bettina Koch

 

 

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